Ein leuchtender Stern in dunkler Nacht

Der Singkreis Forstern begrüßt das neue Jahr mit dem Magnificat in D-Dur von Joh. Seb. Bach

Mit enthusiastischem, lang anhaltendem Applaus und Standing Ovation bedankte sich das Publikum bei Dirigent Konrad Huber, seinem Chor, den Solisten und den Musikern für ein wunderbares Neujahrskonzert. Mit der gelungenen Aufführung von zwei bedeutenden Werken Johann Sebastian Bachs, der Ouvertüre Nr. 3 in D-Dur und dem berühmten Magnificat in D-Dur setzte der Kulturpreisträger Konrad Huber die Tradition der hochkarätigen Neujahrskonzerte in der Gemeinde Forstern fort.

In der liebevoll weihnachtlich dekorierten und gekonnt stimmungsvoll beleuchteten Mehrzweckhalle wurde das Konzert von dem Orchester des Singkreises Forstern e. V. unter der Leitung Hubers mit der „Ouvertüre Nr. 3 in D-Dur“ eröffnet. Die 6-teilige Suite von Johann Sebastian Bach besteht aus der „Ouvertüre“, den Tänzen „Gavotte I“, „Gavotte II“, „Bourree“ und „Gigue“ sowie dem weltberühmten „Air“, einem langsamen Satz, bei dem Trompeten, Oboen und Pauken schweigen und die Streicher mit einem sphärisch schwebenden Klang bezaubern.

Mit dem bekannten „Magnificat in D-Dur“ von Johann Sebastian Bach zeigte der große Konzertchor des Singkreises Forstern im zweiten Teil des Konzertes wieder einmal, dass er unter der Führung von Konrad Huber zu höchsten Leistungen fähig ist. Getragen durch die ausgezeichnete Akustik der bis auf den letzten Platz ausverkauften Mehrzweckhalle brillierte der Chor bei den leisen Tönen und berauschte bei den lauten Passagen. Als Solisten überzeugten Silke Harbauer (Sopran I), Lisa Eisenreich (Sopran II), Ida Wallen (Alt), Harald Thum (Tenor) und Christian Jäger (Bass).

Bach hatte das Magnificat, den Lobgesang Mariens aus Lukas 1 Verse 46 – 55, im Jahr 1723 für das Fest Mariae Verkündigung in Es-Dur komponiert und für den Weihnachtsgottesdienst im gleichen Jahr um weihnachtliche Einlegesätze ergänzt, von denen „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ und „Freut euch und jubiliert“ sicherlich jedem Zuhörer bekannt sein dürften. Erst einige Zeit später transponierte Bach das Werk wegen der besseren Spielbarkeit in die wesentlich bekanntere D-Dur-Fassung, welche auch bei dem Neujahrskonzert in Forstern zur Aufführung kam.

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde das neue Jahr nicht nur mit einem wunderbaren Konzert begonnen sondern auch noch mit einem brillanten und gelungenen Feuerwerk im Innenhof der Grund- und Mittelschule begrüßt.

Text: Dr. Birte Marei Huber